Persönlichkeitstraining für Jugendliche

Individualtraining

für männliche Jugendliche in Veränderungsprozessen

Das Individualtraining richtet sich an männliche Jugendliche, Familien,Schulteams und Behörden, welche sich auf dem Veränderungsprozess Unterstützung wünschen. In Form einer Krisenintervention begleiten und beraten wir über einen längeren Zeitpunkt. Für Veränderungen rechnen wir rund 12 Wochen. Im Individualtraining  offerieren wir Ihnen Schritt für Schritt, um jeweils auszuwerten und gemeinsam die nächsten Schritte zu planen. Gemeinsam suchen wir den Weg zwischen Stabilität und dem Wagnis nach Neuem.

An wen richtet sich das Individualtraining?

  • männliche Jugendliche der Oberstufe
  • männliche Jugendliche nach einem Lehrabbruch
  • männliche Jugendliche ohne Tagesstrukur (z.B. nach Schulausschluss)

 

Welche Indikatoren zeigen Jugendliche?

  • wenig bis keine Motivation für die Schule bzw. Berufsfindung
  • störendes und aggressives Verhalten
  • passives und wenig kooperatives Verhalten
  • Verweigerung
  • unsicheres Auftreten
  • perspektiven- bzw. orientierungslos
  • auffällige Zurückgezogenheit
  • wenig Erfolg, fehlendes Selbstvertrauen
  • fehlende Lern- und Arbeitstechniken
  • wenig fördernde Lebensumstände

Wie arbeiten wir im Individualtraining?

Im Individualtraining arbeiten wir in Kleingruppen oder im 1zu1 Setting. Die Coachings und Trainingstage finden in unserem Räumlichkeiten in Mettmenstetten und in der natürlichen Umgebung rund um Mettmenstetten statt. Einzelne Settings verlangen auch einen anderen Raum (z.B. Stadt Zug, Albiskette oder in der Wohnumgebung des Jugendlichen). Je nach Anzahl Jugendlichen arbeiten wir auch mit zwei Trainern.

Erlebnispädagogische handlungsorientierte Einheiten, Berufswahlprozessunterstützung und Reflexionen sind stets Teil eines Individualtrainings.

Welche Elemente kann ein Individualtraining beinhalten?

  • Trainingstage in Kleingruppen oder 1zu1
  • Coachings im 1zu1
  • erlebnispädagogische Expeditionen
  • Arbeitspraktika
  • Schnuppereinsätze
  • Eltern-/Familienberatung
  • Fachteamarbeit
  • Klassenarbeit
  • Schulunterricht in der Regelklasse

Termine: Eintritt ist jederzeit möglich.

Preis: gemäss Offerte nach der Netzwerkkonferenz

Gruppengrösse: 1zu1 oder Kleingruppe

Praxis und Erfahrung
90%
Theorie und Modell
35%
Persönlichkeitsentwicklung
100%
Gruppendynamik & Interaktion
50%

Welche Struktur hat das Individualtraining?

Anfrage – Netzwerkkonferenz – Offerte

Nach der Kontaktaufnahme und einem ersten Austausch im Team, findet eine Netzwerkkonferenz mit allen Beteiligten statt. In diesem Klärungsgespräch werden Wünsche, Erwartungen und Ziele zusammengetragen. Bisherige Lösungsversuche, gelungene wie auch erfolglose sind ebenso ein Thema wie Sorgen und Ängste der Beteiligten. In der Regel können wir am Ende der Netzwerkkonferenz bereits eine Skizze eines möglichen Designs aufzeigen. Eine Offerte für die nächsten 4-6 Wochen mit einem klaren Design erhalten Sie in den darauf folgenden Tagen.

Commitment

Sind alle Beteiligten mit dem Design einverstanden und haben ihr Commitment (Zusage) gegeben, kann das Individualtraining starten.

Arbeit mit allen Beteiligten

Gemäss der Offerte arbeiten wir in den nächsten 4 bis 6 Wochen mit allen Beteiligten. Wir stehen für eine offene Kommunikation mit allen Beteiligten. Der wöchentliche Bericht an alle Beteiligten soll zum Austausch führen und den Prozess offenlegen. In solchen Prozessen kann es aber nötig sein, spontan vom skizzierten Vorgehen abzuweichen, um z.B. wichtige Fragen zu klären.

Standortgespräch – Entscheid: Wie weiter?

Im Standortgespräch blicken wir auf den bisherigen Prozess des Individualtrainings zurück. Erfolge und Fortschritte erhalten Würdigung, Lernfelder in denen erste positive Schritte gelungen sind werden benannt und Sorgen und Bedenken nehmen wir auf. Ein Entscheid für die Weiterführung oder für den Abschluss wird gemeinsam gefällt.

Bei einer Weiterführung formulieren wir gemeinsam die Ziele für die nächste Etappe aus und steuern somit die Ausrichtung des Individualtrainings. Eine Offerte mit dem gemeinsamen Beschlüssen folgt in den nächsten Tagen.

Leitungsteam

Wenn Sie Fragen dazu haben, kontaktieren Sie uns über kontakt@trivas.ch.

Kontaktaufnahme „Individualtraining“

 

FAQ "Individualtraining"

Ein Individualtraining kann ein Time-out (Zeitspanne ohne Besuch des Schulunterrichts) beinhalten. Diese Time-out zeit versuchen wir stets kurz zu halten. Wir machen die Erfahrung, dass die Jugendlichen ihre neuen Erkenntnisse, Erfahrungen möglichst schnell in ihrem gewohnten Umfeld ausprobieren müssen. So kann eine nachhaltige Veränderung geschehen.

Die Kosten für ein Individualtraining wird in der Regel vom Auftraggeber bezahlt. Auftraggeber sind in der Regel Schulen. Die Kosten werden somit von der Schulpflege oder der Schule übernommen. Sind die Eltern die Auftraggeber übernehmen sie auch die Kosten. Abklärungen für eine allfällige Unterstützung bei entsprechenden Behörden übernehmen die Eltern. Wir sind kein therapeutisches Angebot und somit nicht bei den Krankenkassen anerkannt.

Erlebnispädagogische Expeditionen dauern 5 Tage und 4 Nächte. Den Jugendlichen bietet die Expedition die Chance sich neu kennen zu lernen, Neues auszuprobieren, an Herausforderungen zu wachsen und mit Abstand seinen bisherigen Lebensweg zu reflektieren. Wir sind auf der Expedition einfach, reduziert und ohne Ablenkung (kein Handy) unterwegs. Im Trekkingstil mit grossen Rucksack, auf dem Wasser mit dem Kanu oder im Winter mit Schneeschuhen. Stets haben wir alle dabei was wir benötigen. Am ersten Tag kaufen die Jugendlichen einmal für die ganze Woche ein. Gekocht wird am Feuer, geschlafen unter der Plane oder dem freien Himmel. Die Arbeitsthemen der Jugendlichen bestimmen unseren Expeditionsort und Art des Unterwegsseins. Die Expeditionstage sind geprägt durch handeln und reflektieren. Unsere Expeditionsgebiete befinden sich alle in der Schweiz. Jeweils am Freitag findet ein Expeditinosabschluss statt, bei welchem die Expeditionsteilnehmer live erzählen und mit Bildern die Besucher teilhaben lassen. Zum Expeditionsabschluss sind alle Prozessbeteiligten, Freunde und Bekannte eingeladen.

Ein Trainingstag dauert von 8.30 Uhr bis 14.30 Uhr. Die Jugendlichen reisen selbstständig mit dem ÖV an. Unser Büro liegt 2min vom Bahnhof entfernt. Oliver Engeler und Samuel Geissdörfer arbeiten in Kleingruppen von maximal 6 Jugendlichen oder im 1zu1 Setting. Trainingstage finden im Büro in Mettmenstetten und der näheren Umgebung statt. Möglichst viel in Handlung zu sein ist unser Kredo: erlebnispädagogische Interventionen in der Natur (kochen auf dem Feuer, Herausforderungen annehmen, abseilen usw.), Schnupperstellen suchen, in Kontakt treten und vereinbaren usw. Die Reflexion der Handlungen bildet der Gegenpol zur Handlung und hat seinen festen Platz an Trainingstagen.

Arbeitspraktika werden in der Regel von TRIVAS organisiert. Wir können hier auf ein Netzwerk zurückgreifen. Schnupperplätze suchen wir gemeinsam mit den Jugendlichen während den Trainingstagen, respektive Coachings. Die Jugendlichen lernen sich zu überwinden, kommen in Kontakt zu Erwachsenen in der Arbeitswelt und erleben sich dadurch erfolgreich.

Die Jugendlichen kommen mit dem ÖV zu TRIVAS in Mettmenstetten. Es gibt diverse Bus- und Bahnverbindungen. Unser Büro liegt 2min zu Fuss vom Bahnhof in einem Wohnquartier.

Eltern-/Familienberatung ist nicht die Voraussetzung für die Teilnahme eines Jugendlichen an einem Individualtraining. Da wir systemisch arbeiten sehen wir die Eltern-/Familienberatung als wichtigen Teil für ein erfolgreiches Individualtraining. Unsere Erfahrung zeigt, dass ein Individualtraining mit gleichzeitiger Eltern-/Familienberatung nachhaltiger wirkt. Sind mehrere Eltern und Familien mit ähnlichen Themen unterwegs initiieren wir Multifamilienarbeit (MFA). Dies ist in diesen Fällen ein Angebot.

TRIVAS bietet Angebote in Tagesstruktur (Ausnahme Expedition). Wir pflegen jedoch Kontakte mit sozialpädagogischen Familien und suchen gerne nach Lösungen.

Das Individualtraining ist ein Setting in welchem wir auf ein solches Verhalten individuell reagieren können. Wir suchen stets den Kontakt zu den Jugendlichen. Unsere Haltung: „Wir bleiben in Beziehung und geben dich nicht auf.“ Jugendliche, die nicht erscheinen, versuchen wir zu kontaktieren und aufzusuchen. Wann immer möglich versuchen wir mit den Jugendlichen zu arbeiten.