You are currently viewing Einblicke – Unterwegs im Klassentraining

Einblicke – Unterwegs im Klassentraining

Wer bin ich? Wer sind wir? – Klassentrainings zur Identitätsbildung

Der Start in die Oberstufe ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden – voller Veränderungen, neuer Rollen und gemeinsamer Erfahrungen. Um diesen Übergang bewusst zu gestalten, begaben sich die ersten Klassen der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach auf eine erlebnispädagogische Reise zum Thema Identität. Unter den Leitfragen „Wer bin ich? Wer sind wir? Welche Werte sollen uns als Klasse prägen und wie möchten wir zusammen wachsen und lernen?“ begaben sich die Klassen auf ihre Abenteuerreise – begleitet durchdie Erlebnispädagog*innen von TRIVAS.

Nach einem Vorbereitungstag in der Schule ging es für die Jugendlichen mit Rucksack und Neugier in den Wald. Dort bauten sie gemeinsam unterschiedliche Camps, kochten über dem Feuer und verbrachten jeweils eine Nacht unter freiem Himmel. Abseits des Schulalltags entstanden Räume, in denen Selbstvertrauen, Teamgeist und Verantwortungsgefühl wachsen konnten.

Solche Erfahrungen im Wald schaffen einen wertvollen Gegenpol zur schulischen Routine: Sie fordern heraus, verbinden und fördern die Fähigkeit, sich selbst und andere neu wahrzunehmen. Wie die beiden Klassen diese Tage erlebt haben, zeigen die folgenden Berichte der 1. Sek BCb und BCc.

Feuer, Zelt und Teamgeist: Outdoortage der 1. Sek BCb

Mit vollen Rucksäcken, ein paar Unsicherheiten und doch Vorfreude machten sich die Jugendlichen der Klasse 1BCb der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach Mitte September auf den Weg: Von Obfelden marschierten wir gemeinsam ins Frauenthal. Begleitet wurden wir von Erlebnispädagogen der Organisation Trivas aus Mettmenstetten, die uns mit viel Erfahrung durch die zwei Tage Klassentraining führten.

Schon der Anmarsch war eine kleine Herausforderung, denn alles, was wir für die beiden Tage brauchten, trugen die Jugendlichen selbst im Gepäck. Nach rund 2.5 Stunden kamen wir im Frauenthal an und es hiess: anpacken. Gemeinsam bauten wir unser Lager auf und machten uns mit den Gegebenheiten im Wald vertraut. Das Kochen über dem Feuer wurde schnell zum Höhepunkt.

Wir übernachteten unter freiem Himmel, nur geschützt von Planen und Schlafsäcken. In der Nacht bekamen wir sogar Besuch, denn ein neugieriges Reh wagte sich bis nahe ans Camp heran und sorgte für ein unvergessliches Erlebnis. Die Jugendlichen staunten, wie nah Natur sein kann, wenn man ihr wirklich Raum gibt.

Die zwei Tage boten nicht nur Abenteuer und Gemeinschaft, sondern auch viele kleine Lernmomente: Verantwortung übernehmen, aufeinander achten, sich gegenseitig unterstützen und durchhalten, wenn es einmal anstrengend wird.

Auf dem Rückweg wurde heftig darüber diskutiert, ob und was wir nächstes Jahr unternehmen können.

Zwei Tage im Wald (1. Sek BCc)

Am Mittwoch, dem 1. Oktober gingen wir in den Wald. Wir wanderten circa drei Stunden. Das Ziel des 2-tägigen Ausflugs war, dass wir einen besseren Zusammenhalt und Umgang miteinander aufbauen.

Als erstes haben wir zusammen Zelte aufgebaut. Danach haben wir in Gruppen verschiedene Mahlzeiten/Gänge auf dem Feuer gekocht. Es gab sehr feines Essen.

In der Zwischenzeit haben wir Spiele wie Menschenschach gespielt. Am Abend in der Dunkelheit spazierten wir durch den finsteren Wald. Ein Schüler nutzte die Gelegenheit, um die Gruppe zu erschrecken.

In der Nacht, trotz Militärschlafsack, froren wir etwas. Früh am Morgen erwachten wir durch das Lied «Shine bright like a diamond» plus Schläge auf die Pfanne. Wir spielten Verstecki-Fangi um wieder aufzutauen.

Es war ein cooles, aber kaltes Erlebnis 😀